Therapien

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine auf der Biomechanik und Bewegungslehre basierende, spezielle Form der Physiotherapie und behandelt Funktionsstörungen des Bewegungsapparates (Gelenkbeschwerden, Muskelverletzungen,  reflektorischen Fixierung durch Alltag und Berufsleben ).  Es gibt verschiedenartige Ansätze, wie beispielsweise die Kaltenborn-Therapie, Cyriax-Therapie, McKenzie-Therapie, Maitland-Therapie, Mitchell-Therapie(Muscel-Energy-Techniken). Die Manuelle Therapie hat die physiologische und schonende Mobilisierung von zentralem und peripherem Nervensystem, der Muskulatur sowie den gesamten Kapsel-Band-Apperat und Gelenke zum Ziel.


Krankengymnastik

 

Was in China bereits vor über 4000 Jahren in Form von Heilmassagen und medizinischen Bädern begann, wurde im Laufe der Geschichte länder- und kulturübergreifend weiterentwickelt und etabliert. So entstand die Krankengymnastik, aus welcher wiederum gegen Mitte der Neunziger Jahre die moderne Physiotherapie entstand, so, wie sie heute praktiziert und angewandt wird. Unter der Physiotherapie versteht man die äußerliche Behandlung von Bewegungs-, Leistungs- und Funktionsstörungen. Betrachtet man das Thema Ganzheitlichkeit, so denken wir Therapeuten im Therapiezentrum Mailing weiter und versuchen auch abzuwägen, ob beispielsweise beim Genesungsverlauf eine Integration von alternativen Heilmethoden sinnvoll ist.

Massage

Die Massage gehört zu den ältesten Heilmethoden in der Geschichte der Menschheit. Über die Urform der Physiotherapie existieren bereits über 4000 Jahre alte Aufzeichnungen, die aus China stammen. Hippokrates und seine medizinische Schule führten gegen 400 v. Chr. die Massage als Behandlungsform in Europa ein. Doch ohne großen Erfolg. Erst im Mittelalter schaffte es Paracelsus, die Massage als Form der Physiotherapie in unsere Breiten bekannt zu machen. Schließlich waren es der schwedische Heilgymnast Peer Henrik Ling und der holländische Arzt Dr. Johan Georg Mezger, die die Massage im 19. Jahrhundert an die Bedürfnisse der „modernen“ Krankengymnastik anpassten und die klassische Massagetherapie entsprechend modifizierten. Nach wie vor ist die medizinische Massage eine essenzielle Konstante in der Welt der Physiotherapie, um verspannte Muskulatur wieder zu lockern oder in der Sportphysiotherapie die Muskulatur in optimale Wettkampfspannung zu bringen. Nicht umsonst spricht man in der Physiotherapie auch von Heilmassagen. Denn „Heilen“ in Form von den Körper wieder in ein Zustand der Selbstheilung zu bringen ist unser Ziel.

 

Kieferbehandlungen CMD

 

Die Craniomandibuläre Dysfunktion, auch CMD genannt, bzw. Kraniomandibuläre Dysfunktion (KMD) ist eine auf einer Kieferfehlstellung basierende Kiefergelenkstörung bzw. eine Störung des Kausystems. CMD-Patienten leiden häufig unter Kopfschmerzen, Kauschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannung des Nackens und der Schulter, Zähneknirschen und Knacken im Kiefergelenk, einer eingeschränkten Mundöffnung sowie Schwindel und Tinnitus ist nicht selten. Dies verringert deutlich die Lebensqualität, da man sich in nahezu jeder Lebenslage durch die Beschwerdesymptomatik eingeschränkt fühlt. Idealerweise findet die CMD-Behandlung in Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Zahnarzt oder Kieferorthopäden statt. Wir helfen Ihnen nicht nur, die Folgen einer Craniomandibulären Dysfunktion zu bekämpfen. Wir möchten Ihre Kieferdysfunktion langfristig verbessern und erklären Ihnen auch welche weiteren Massnahmen zu treffen sind.

Atemtherapie

Atemtherapie hat dann einen großen Nutzen, wenn aufgrund von starkem Husten und Sekretion die Atmung eingeschränkt ist. Es können sich schon nach einigen Tagen mit herabgesetzter Atemleistung sogenannte motorische Fehlatmungen und Fehlbewegungen der Lunge und Umgebung entwickeln, die die gesamten Beschwerden verschlimmern und den restlichen Körper mit beeinflussen. Ebenso ist die Atemtherapie nach operativen Eingriffen sinnvoll, speziell, wenn diese am Thorax oder im Bauchraum durchgeführt wurden. Patienten mit chronisch-obstruktiven Erkrankungen der Lunge wie (Bronchitis, Asthma und Lungenemphysem sowie Patienten, die unter Mukoviszidose leiden, können mit Hilfe einer physiotherapeutischen Atemtherapie eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden erfahren. Innerhalb der Atemtherapie in unserer Praxis lernen Sie zudem, wie Sie Ihre Atemtechnik nachhaltig verbessern können. Die höhere Versorgung mit Sauerstoff mittels einer optimierten Atemtechnik steigert Ihre Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit!

 

Manuelle Lymphdrainage

 

Die Manuelle Lymphdrainage, eine Form der physikalischen Therapien, soll Ödemen zur Steigerung der Lymphangiomotorik entgegenwirken. Ödeme bilden sich, wenn Lymphgefäße in bestimmten Regionen des Körpers über mangelnde Transportfähigkeit(Peristaltik, ähnlich wie beim Darm) verfügen und sich die Lymphe dort anstaut, und das venöse System überlastet ist. Die Manuelle Lymphdrainage versucht dem Körper die notwendige Dynamik der Gefäße zu geben oder mit Kollateralgefäßen(Umleitungen) beschädigtes Gewebe(z.B. Nach Bestrahlung und OP) zu umgehen. Die Lymphdrainage als physikalische Therapie empfiehlt sich vor allem nach Operationen jeglicher Art. In unserer Praxis sind wir sehr Speziell im Thema Lmphologie verankert und arbeiten auch mit Lymphogen und Sanitätshäusern zusammen um die Bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das lymphatische System ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems ist. Es ist ein Grund um sicherzugehen, dass der Lymphabfluss gewährleistet ist. Auch durch weitere Entstauungstechiken wird der Körper wieder in eine Lage versetzt sich selbst zu Heilen oder auch das Medikamente die bestmögliche Wirkung erzielen.

PNF

PNF steht für „Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation“.Was bedeutet das? Ihr Körper verfügt über unterschiedliche Sinnesorgane. Durch die so genannten Bewegungsfühler (Rezeptoren) nehmen Sie wahr, wie Ihr Körper sich bewegt oder in welcher Position er sich befindet („Propriozeptiv“). Daher wissen Sie ohne hinzusehen, ob Sie zum Beispiel Ihr Knie gerade strecken oder beugen. Eine PNF-Therapie regt diese Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen durch gezielte Stimulation an und aktiviert sie. Durch die Stimulation wird die Wahrnehmung gefördert, sie ist entscheidend für Bewegungsorganisation.
PNF fördert somit das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven und Muskeln („Neuromuskulär“). Arbeiten sie gut zusammen, fallen Ihnen alle alltäglichen Bewegungen leichter („Fazilitation“).
Die PNF Therapie unterscheidet sich von anderen Übungsbehandlungen:
Speziell die Drehungen / Rotationen bei den Bewegungen werden gezielt hervorgehoben, um den Muskelverläufen optimal gerecht zu werden.

Jeder PNF Therapeut kennt die Zusammenhänge unserer motorischen Organisation und kann so Ihre guten Fähigkeiten gezielt einsetzen. Viele Wiederholungen der zu erlernenden Bewegung in variablen Kontexten führen.
Eine Behandlung nach PNF wird insbesondere angewandt bei Bewegungsstörungen aufgrund von:

  • Multipler Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Querschnittslähmung
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Gelenkoperationen
  • Sportunfällen
  • Gesicht-, Mund- und Schluckbeschwerden (inklusive Kieferproblematiken)
  • Rückenschmerz

Die Therapie verbessert die bewusste und unbewusste Steuerung der Körperhaltung und Bewegung. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen fördert PNF lebenserhaltende Funktionen wie die Atmung, das Essen und das Schlucken.

 

 

Osteopathie

 

In der Osteopathie geht man davon aus, dass der Körper sich selbst heilen kann. Diese sogenannte Selbstregulierung basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Körperfunktionen durch unsere Nervensysteme und Gefäßsysteme versorgt werden. Bei entsprechender Stimulierung unserer Selbstheilungskräfte kann der Mensch eigenständig Dysfunktionen und Verletzungen heilen.

„Osteopathie ist das Umsetzen der osteopathischen Philosophie in ein manuelles Diagnose- und Behandlungskonzept, bei dem die Person und nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Es ist eine ganzheitliche Herangehensweise mit dem Ziel, die Autoregulation des Organismus anzuregen“
A.T.Still

Patienten benötigen für die Behandlung ein Privatrezept für Osteopathie!
Im Idealfall, bei der Erstverordnung beginnt man mit 3 Behandlungen.

Kinesio-Taping

Diese Form der Physiotherapie erfreut sich wachsender Beliebtheit und wird auch bei uns in der Praxis für Physiotherapie und Osteopathie im Therapiezentrum Mailing immer häufiger angewandt. Das Kinesio-Taping bietet sich bei Erkrankungen der Muskeln (Muskelverspannung, Muskelzerrung), der Sehnen und des Skeletts an. Bei der Kinesio-Therapie werden etwa fünf Zentimeter breite Baumwollstreifen (sogenannte Kinesiotapes) entlang des Verlaufs der betroffenen Muskeln und Sehnen auf die Haut geklebt. Entsprechend der Kinesiologie werden dazu unterschiedliche Farben gewählt. Die Kinesio-Tapes bewirken durch eine reflektorische Wirkung eine Erhöhung der Blut- und Lymphzirkulation und beschleunigen dadurch den Heilungsprozess oder die Leistungsfähigkeit der Muskulatur im Wettkampf oder Alltag.

 

Physikalische Therapie

Die physikalische Therapie fasst medizinische Behandlungsformen zusammen, die auf physikalischen Methoden beruhen. Zu diesen Prinzipien zählen Wärme, Gleichstrom, Infrarot- und UV-Licht, Wasseranwendungen und mechanische Behandlung wie die Massage. Physikalische Therapie wird meist, aber nicht in jedem Fall von Physiotherapeuten oder Masseuren angewendet.

  • Fango, Kryotherapie (Kälteanwendungen)

  • Elektrotherapie Iontophorese Nieder-/ Hochfrequenz- Ströme, Elektrogymnastik, Reizstrom

  • Ultraschall

  • Heißluft
     
  • Lasertherapie

Neurovaskuläre Techniken

Mindermobilitäten neurovaskulärer Strukturen im Bereich der ventralen Hüft- und Leistenregion können, durch Kompression direkt und durch Kompensation indirekt, diverse Beschwerden im Bereich der LWS, des Beckens, der Leiste, der Adduktoren sowie der unteren Extremität auslösen. Die rein lokale Behandlung dieser Probleme bewirkt oftmals nur eine kurzfristige Besserung, da die eigentliche Ursache damit nicht behoben wurde und in der Mindermobilität von Nerven und Gefäßen zu suchen ist.

Die Kompression von venösen und/oder lymphatischen Gefäßen in diesem Bereich führt direkt zu einem verringerten venös-lymphatischen Rückfluss aus der unteren Extremität mit einer deutlichen Volumenbelastung sowohl der oberflächlichen als auch der tiefen Venen mit der Folge von zunehmend gestauten Beinen. In diesem Zusammenhang kann auch eine ursächliche Wirkung auf die Entstehung von Varizen diskutiert werden. Die Muskulatur in diesem gestauten Bereich ist folglich „prall gefüllt“ und fühlt sich hyperton an. Zudem kann durch diese Stauung schon eine leichte Reduktion des arteriellen Zufl usses Zeichen einer arteriellen Unterversorgung mit Muskelkrämpfen, Verspannungen und einer Restless-Leg-Symptomatik auslösen, was insbesondere im Hochleistungssport eine enorme Reduzierung der Leistungs- und Regenerationsfähigkeit bedeutet. Ebenso könnte der erhöhte Tonus zu einer direkten Schmerzsymptomatik im Bereich des Muskels führen. Schmerzsymptomatiken wie bei der „weichen Leiste“, dem Impingement der Hüfte oder einer Adduktorenproblematik könnten die Folge sein. Denkbar ist auch eine Irritation des N. femoralis durch eine gestörte Versorgung der Vasa nervorum. Klinisch könnte dies zu einer reduzierten Reizleitung und somit zu einer herabgesetzten Nervenfunktion führen, was sich als „Schwäche“ des M. quadrizeps femoris bemerkbar machen könnte.

Indirekte Probleme entstehen durch körpereigene Kompensationsmechanismen, die durch die eingeschränkte Gefäß- bzw. Nervenmobilität ausgelöst werden. Zum Schutz von Gefäßen und Nerven kommt es häufig reflektorisch zu einer Aktivierung von Muskeln und einem damit verbundenen dauerhaft erhöhten Muskeltonus.

Sportphysiotherapie

 

Die klassische Sportphysiotherapie ist nicht nur eine Behandlungsmethode für Profi- und Leistungssportler. Auch Freizeitsportler werden in der Praxis für Physiotherapie und Osteopathie im Therapiezentrum Mailing oft nach den Methoden der modernen Sportphysiotherapie behandelt, physiotherapeutisch und osteopathisch. Diese Therapieform bietet sich an, wenn sich Patienten eine der typischen Sportverletzungen zugezogen haben, wie Achillessehnenriss, Kreuzbandriss, Kapselriss, Meniskusriss (Innenmeniskusriss, Außenmeniskusriss), Bänderriss (Innenbandriss, Außenbandriss), Muskelriss oder Muskelfaserriss sowie Frakturen jeglicher Art. Ziel der Sporttherapie ist es, den Patienten in kürzester Zeit wieder belastbar und so auf nachhaltige Art und Weise fit für den Sport zu machen. Auch wettkampfvorbereitend kann die Sportphysiotherapie eine signifikante Leistungssteigerung bewirken.  

Physiotherapeut der IN-Dukes

Faszien- und Membran-Technik

Faszien, auch Fascien genannt, sind die Weichteil-Bereiche des Bindegewebes. Zu Faszien zählen u. a. Gelenkkapseln, Organkapseln, Muskelsepten, Bänder, Sehnen und Sehnenplatten (Aponeurosen) sowie die Plantarfaszie an der Fußsohle. Faszien-Techniken sind Teil der Funktionellen Manuellen Medizin und behandeln Dysfunktionen des Bindegewebes. Faszien sind essenziell für den Zusammenhalt der strukturellen Integrität des Körpers und spielen eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr gegen schädliche Fremdeinflüsse (Viren, Krankheitserreger, Infektionen). Auch nach Verletzungen sorgen Faszien dafür, dass beschädigtes Gewebe wieder heilt. Wir in der Praxis für Physiotherapie und Osteopathie im Therapiezentrum Mailing sind auch auf die Faszien-Therapie spezialisiert und verfügen über langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet.